Glossar Data

Was sind First-Party-Daten?

First-Party-Daten sind Informationen, die ein Unternehmen direkt bei seinen eigenen Kunden und über eigene Kanäle erhebt, etwa Käufe, Website- und App-Aktivität, E-Mail-Interaktionen und CRM-Datensätze. Weil das Unternehmen sie selbst und mit Wissen der Kunden erhebt, sind sie in der Regel die genauesten, relevantesten und datenschutzfestesten Daten, die es besitzt.

Auch bekannt als: 1P-Daten, eigene Kundendaten

Was sind First-Party-Daten?

First-Party-Daten sind Informationen, die ein Unternehmen direkt bei den Menschen erhebt, die mit ihm interagieren. Dazu gehören Käufe und Bestellungen, Verhalten auf Website und App, Interaktionen mit E-Mail und SMS, Aktivität im Treueprogramm, Kundenservice-Kontakte und Datensätze im CRM. Das Unternehmen besitzt die Kundenbeziehung und damit auch die Daten.

Daneben gibt es weitere Datenarten. Zero-Party-Daten sind Angaben, die Kunden einer Marke bewusst mitteilen. Second-Party-Daten sind die First-Party-Daten eines anderen Unternehmens, die über eine Partnerschaft geteilt werden. Third-Party-Daten werden von externen Unternehmen erhoben, die keine direkte Beziehung zum Kunden haben.

Wie werden First-Party-Daten erhoben und genutzt?

QuelleBeispieldatenTypische Verwendung
Website und AppSeitenaufrufe, Warenkorb-Hinzufügungen, AnmeldungenConversion-Tracking, Personalisierung
TransaktionenBestellungen, Umsatz, RetourenROI-Messung, Kundenwert
CRM- und VertriebssystemeLeads, Pipeline, abgeschlossene DealsMedia mit Geschäftsergebnissen verknüpfen
E-Mail, SMS und TreueprogrammÖffnungen, Klicks, MitgliedsstufeKundenbindung, Zielgruppenaufbau
KundenserviceTickets, FeedbackVerbesserungen an Produkt und Erlebnis

Am nützlichsten werden First-Party-Daten, wenn sie verknüpft sind. Zusammen mit Mediadaten zeigen sie, welche Ausgaben echte Verkäufe oder Pipeline gebracht haben. Server-zu-Server an Werbeplattformen gesendet, verbessern sie Messung und Optimierung. An einem kontrollierten Ort gebündelt, geben sie Marketing, Vertrieb und Finanzen dieselbe Sicht auf den Kunden.

Was ist ein Beispiel für First-Party-Daten?

Beispiel

Leads mit abgeschlossenen Deals verknüpfen

Ein B2B-Unternehmen schaltet LinkedIn-Kampagnen, die Leads generieren. Die Plattformberichte zeigen die Kosten pro Lead, aber nicht, welche Leads zu Kunden wurden.

Indem es die eigenen CRM-Daten neben die Mediadaten stellt, sieht das Unternehmen, welche Kampagnen zu abgeschlossenen Deals und Umsatz geführt haben und nicht nur zu ausgefüllten Formularen. Dann verlagert es Budget auf die Kampagnen, die echte Pipeline bringen.

First-Party-, Second-Party- und Third-Party-Daten im Vergleich

ThemaFirst-Party-DatenSecond-Party-DatenThird-Party-Daten
Wer sie erhebtDas Unternehmen selbstEin Partner, bei seinen eigenen KundenExterne Unternehmen und Aggregatoren
Beziehung zum KundenDirektDie des PartnersKeine oder indirekt
Genauigkeit und RelevanzHochHoch für die Zielgruppe des PartnersUnterschiedlich
Beständigkeit bei strengeren DatenschutzregelnAm höchstenAbhängig von der VereinbarungAm geringsten
Typischer EinsatzMessung, Personalisierung, ZielgruppenPartnerschaften, Co-MarketingReichweite und Anreicherung

Warum sind First-Party-Daten heute so wichtig?

Browser-Beschränkungen, Adblocker, Änderungen an Betriebssystemen und Datenschutzregulierung haben das Third-Party-Tracking geschwächt, auf das sich das Marketing früher verlassen hat. First-Party-Daten sind das Signal, das ein Unternehmen weiterhin selbst kontrolliert.

  • Verlässlichere Messung. Ergebnisse stammen aus den eigenen Systemen des Unternehmens und nicht nur aus dem, was ein Browser-Pixel meldet.
  • Ein vollständigeres Bild des ROI. Mediaausgaben lassen sich mit Verkäufen, Pipeline und Kundenwert verknüpfen.
  • Bessere Zielgruppen. Targeting und Planung beginnen bei echten Kunden statt bei Annahmen.
  • Datenschutz gilt weiterhin. First-Party-Daten brauchen ein Einwilligungsmanagement und klare Regeln dafür, wie sie erhoben und genutzt werden.
So setzt Alli das um

Wie setzt Alli das um?

Datasources von Alli by PMG führt First-Party-Systeme wie Salesforce und Adobe sowie eigene Datensätze mit Mediadaten aus Werbeplattformen und Analytics-Tools zusammen. So können Teams Media-Aktivitäten mit nachgelagerten Ergebnissen wie Leads, Pipeline und Verkäufen verknüpfen und erhalten ein vollständigeres Bild von ROI und Kundenwert.

In die andere Richtung sendet Alli Audience Gateway First-Party-Conversion-Events Server-zu-Server an die Conversions APIs der Werbeplattformen, damit Messung und Optimierung stabil bleiben, während Browser-Tracking an Verlässlichkeit verliert. Einwilligungsmanagement und rechtliche Prüfung ersetzt es nicht.

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FAQ zu First-Party-Daten

Was sind Beispiele für First-Party-Daten?

Kaufhistorie, Verhalten auf Website und App, E-Mail-Interaktionen, Aktivität im Treueprogramm, Kundenservice-Datensätze und CRM-Daten wie Leads und abgeschlossene Deals.

Was ist der Unterschied zwischen First-Party- und Third-Party-Daten?

First-Party-Daten erhebt ein Unternehmen direkt bei seinen eigenen Kunden. Third-Party-Daten werden von externen Unternehmen ohne direkte Beziehung zu diesen Kunden erhoben und sind stärker von Datenschutzänderungen betroffen.

Sind First-Party-Daten datenschutzkonform?

Das ist möglich, wenn sie mit angemessener Information und Einwilligung erhoben und im Einklang mit geltendem Recht genutzt werden. Dass ein Unternehmen die Daten besitzt, macht ein Einwilligungsmanagement nicht überflüssig.

Wie aktivieren Sie First-Party-Daten?

Gängige Ansätze sind, Conversion-Events Server-zu-Server an Werbeplattformen zu senden, Zielgruppen aus Kundendaten aufzubauen und die Daten mit Mediadaten zusammenzuführen, um den ROI zu messen.

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